Häufige Fragen zur Elektronik-Reparatur
Ist mein totes Modul reparierbar? Bleibt die Codierung erhalten? Was kostet es – und was, wenn es sich nicht instand setzen lässt? Hier beantworten wir die Fragen, die unsere Kunden vor einer Steuergerät-Instandsetzung am häufigsten stellen. Unser Grundsatz: Befund vor Tausch.
- In den meisten Fällen ist eine Instandsetzung möglich. Display dunkel, sporadische Sensor-Fehler, Startverweigerung oder ein totes Modul gehen sehr häufig auf eine eng begrenzte Ursache zurück: eine kalte Lötstelle, einen ausgetrockneten Kondensator oder einen defekten Treiber-IC. Genau diese Ursache setzen wir auf Platinenebene instand – statt das komplette, teure und codierpflichtige Modul auszutauschen. Ein Neuteil ist nur bei wirklich irreparablen Schäden nötig, etwa großflächiger Korrosion nach Wassereinbruch. Wir stellen den Befund mit dem Original-Herstellersystem und kalibrierter Messtechnik, bevor irgendetwas getauscht wird. Senden Sie uns Fahrzeug, Steuergerätetyp und Fehlerbild – wir sagen Ihnen, ob eine Instandsetzung infrage kommt.
- Sehr oft ja. Eine Vertragswerkstatt arbeitet auf Modulebene und tauscht das komplette Steuergerät – eine Instandsetzung auf Bauteilebene gehört dort nicht zum Verfahren. Was dort als 'nicht reparabel' gilt, bedeutet meist nur: 'als Ganzes nicht tauschbar' oder 'nicht mehr lieferbar'. Wir gehen eine Ebene tiefer und setzen die eigentliche Ursache auf der Platine instand – kalte Lötstellen, Kondensatoren, Endstufen, Leiterbahnen. Gerade bei älteren Fahrzeugen, deren Steuergeräte als Neuteil gar nicht mehr verfügbar sind, ist das häufig der einzige und zugleich substanzerhaltende Weg. Schicken Sie uns eine kurze Beschreibung des Falls – wir prüfen Ihr Gerät ehrlich und unverbindlich.
- Ja – das ist der zentrale Vorteil der Instandsetzung gegenüber dem Tausch. Da Ihr Original-Steuergerät erhalten bleibt, bleiben auch die fahrzeugspezifische Codierung, die Anpassung an Wegfahrsperre und Schlüssel sowie hinterlegte Werte und Laufleistungen unangetastet. Ein Neuteil müsste dagegen erst aufwendig codiert und an Ihr Fahrzeug angelernt werden – mit dem Risiko zusätzlicher Folgekosten. Wo nach der Reparatur ein Anlernen oder eine Codierung nötig ist, führen wir das mit dem Herstellersystem (XENTRY, ODIS, ISTA) selbst durch. Nennen Sie uns Ihren Steuergerätetyp, dann sagen wir Ihnen konkret, was bei Ihrem Modul erhalten bleibt.
- Eine pauschale Zahl wäre unseriös, aber das Prinzip ist klar: Sie zahlen nie ins Blaue. Wir ermitteln zuerst den Defekt und nennen Ihnen einen verbindlichen Festpreis – erst nach Ihrer Freigabe wird instand gesetzt. Den Preis bestimmt der Aufwand: Eine einzelne kalte Lötstelle oder ein Kondensatortausch ist schnell erledigt; eine Instandsetzung mit mehreren Bauteilen und anschließender Codierung braucht deutlich mehr Zeit am Gerät und am Fahrzeug. Die vorab kommunizierte Diagnosepauschale rechnen wir bei Beauftragung der Reparatur an. Schildern Sie uns Ihren Fall – Sie erhalten den Befund mit Festpreis und entscheiden auf gesicherter Grundlage.
- Dann zahlen Sie keine Reparatur, die es nicht gibt. Stellt sich bei der Prüfung heraus, dass der Schaden irreparabel ist – etwa durch großflächige Korrosion nach Wassereinbruch –, erhalten Sie von uns den klaren Befund und einen Weg zu einem geeigneten Ersatzgerät inklusive der nötigen Codierung. Sie bezahlen in diesem Fall ausschließlich die vorab vereinbarte Diagnose, niemals eine erfolglose Instandsetzung. So tragen wir das Risiko der Beurteilung, nicht Sie. Senden Sie uns Ihr Gerät zur Prüfung ein – Sie gehen kein Kostenrisiko über die vereinbarte Diagnose hinaus ein.
- Der Einsende-Service läuft in klaren Schritten: Sie bauen das Steuergerät aus (oder lassen es ausbauen) und senden es gut verpackt an unseren Meisterbetrieb. Nach Eingang prüfen wir das Gerät, ermitteln den Defekt und melden uns mit einem verbindlichen Festpreis. Nach Ihrer Freigabe setzen wir instand und testen auf dem Prüfstand. In der Regel verlässt das Gerät uns innerhalb von 2 bis 4 Werktagen wieder – mit versichertem Rückversand und schriftlichem Befundbericht. So profitieren Sie deutschlandweit von Diagnose auf Herstellerniveau. Schreiben Sie uns Ihren Steuergerätetyp, dann nennen wir Ihnen die Versandadresse und den zeitlichen Ablauf.
- Weil Vertragswerkstätten nach einem standardisierten Verfahren arbeiten, das auf Modultausch ausgelegt ist: Steuergerät heraus, Neuteil hinein, codieren. Das ist für den Betrieb schnell und planbar, geht aber am eigentlichen Defekt vorbei – und das Neuteil muss anschließend angelernt werden. Wir gehen den anderen Weg: Befund vor Tausch. Wir lokalisieren die tatsächliche Ursache auf der Platine, etwa eine kalte Lötstelle oder einen ausgefallenen Treiber-IC, und setzen genau diese instand. Das erhält die Substanz Ihres eingelernten Original-Steuergeräts, statt eine funktionsfähige Baugruppe zu entsorgen. Lassen Sie uns Ihr Fehlerbild zukommen, dann zeigen wir Ihnen die Instandsetzungs-Option auf.
- Ein OBD2-Scanner liest ausschließlich den Motor-CAN aus – ein einzelnes Steuergerät. Unsere Original-Herstellersysteme XENTRY (Mercedes), ODIS (VW/Audi/Skoda/Seat) und ISTA (BMW/Mini) kommunizieren mit allen Steuergeräten über alle Busse (CAN, LIN, MOST, FlexRay, DoIP). Erst dadurch werden Fehler in Airbag, Getriebe, ABS, Klima, Karosserie-Steuergeräten und Fahrerassistenzsystemen sichtbar – und genau diese Tiefe ist die Voraussetzung, um die Ursache eines Elektronik-Defekts sauber einzugrenzen statt Teile zu raten. Beschreiben Sie uns Ihr Symptom, und wir planen die passende Diagnose auf Herstellerniveau.
- Kabelbaum-Defekte zeigen sich oft als sporadische Fehler: Meldungen, die kommen und gehen, nach Fahrtunterbrechung verschwinden oder bei bestimmten Temperaturen auftreten. Häufige Ursachen sind Marder-Bisse, Wasserschäden mit Korrosion und scheuernde Leitungen. Marder beißen meist in Bündel, sodass mehrere Systeme gleichzeitig betroffen sind. Wir nehmen den Schaden vollständig auf, lokalisieren den Defekt mit kalibrierter Messtechnik (Oszilloskop, Leitungsprüfer) und setzen Leitungen sowie Steckverbindungen instand – statt komplette Kabelbäume pauschal zu ersetzen. Für die Versicherung erstellen wir einen schriftlichen Schadenbefund. Melden Sie sich mit Fahrzeug und Fehlerbild – wir planen die Schadensaufnahme.
- In aller Regel nicht. Nach einem Batteriewechsel verlieren einige Steuergeräte ihre Adaptionswerte – Motorsteuergerät (Leerlaufadaption), Getriebe (DSG/Automatik), Fensterheber, Schiebedach und verschiedene Karosserie-Steuergeräte. Zusätzlich muss die neue Batterie codiert werden, damit das Lademanagement korrekt arbeitet. Das ist kein Defekt, sondern fehlende Anpassung. Wir führen die nötigen Adaptions-Resets und die Batterie-Codierung mit dem Herstellersystem durch – danach sind die Meldungen verschwunden. Schildern Sie uns die angezeigten Fehler, dann ordnen wir ein, was zu tun ist.
- Ein Elektrik-Test ist keine einzelne Messung, sondern eine feste Reihenfolge. Zuerst lesen wir alle Steuergeräte aus und bewerten die Freeze-Frame-Daten, also die Betriebsbedingungen zum Zeitpunkt des Fehlereintrags. Danach messen wir Batterie-Ruhespannung und Ladespannung über den Drehzahlbereich, den Spannungsfall entlang Versorgungs- und Massepfad unter Last, den Ruhestrom nach dem Einschlafen des Bordnetzes sowie die Signalpegel und den Abschlusswiderstand der Datenbusse. Erst diese Werte zusammen ergeben ein Bild: Ein Fehlercode benennt eine Auffälligkeit, ein Spannungsfall von mehreren Zehntel Volt an einer Masseverbindung benennt eine Ursache. Sie erhalten die Messwerte im schriftlichen Befund, nicht nur eine Empfehlung.
- Eine Einschränkung betrifft ausschließlich Scheinwerfer. Reparaturen, für die das Scheinwerfergehäuse geöffnet werden muss, sowie Arbeiten an Matrix-LED-Einheiten sind nicht in unserem Programm. Vorschaltgeräte und Scheinwerfer-Steuergeräte nehmen wir derzeit nicht per Einsendung an, sondern bearbeiten sie nur, wenn das Fahrzeug bei uns vor Ort ist. Für alle übrigen Baugruppen läuft der bundesweite Einsende-Service unverändert: Motorsteuergeräte, Bordnetz- und Komfortsteuergeräte, Getriebe-, ABS- und Airbagsteuergeräte, Kombiinstrumente und Zusatzmodule. Ob wir Ihren Fall übernehmen können, sagen wir Ihnen vor dem Versand.
- Sporadische Fehler entziehen sich dem einmaligen Auslesen, weil sie im Moment der Prüfung nicht anliegen. Wir arbeiten deshalb mit Aufzeichnung statt Momentaufnahme: Freeze-Frame-Daten geben die Bedingungen preis, unter denen der Fehler eintrat, und danach fahren wir das Fahrzeug mit angeschlossener Messtechnik genau unter diesen Bedingungen. Parallel prüfen wir die Verdächtigen, die keinen Fehlercode erzeugen: Übergangswiderstände an Massepunkten, Spannungsfall unter Last, Wackelkontakte an Steckverbindern und Scheuerstellen im Kabelbaum. Der Aufwand ist höher als ein Auslesevorgang, aber er beendet die Reihe der Bauteiltausche auf Verdacht.
- Zwei Ursachen kommen infrage: ein Verbraucher, der nicht abschaltet, oder die Batterie selbst. Nach der Schlafphase aller Steuergeräte sollte der Ruhestrom unter 30 bis 50 Milliampere liegen, bei stark vernetzten Fahrzeugen bis etwa 80 Milliampere. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Messung: Die Steuergeräte legen sich gestaffelt schlafen, erst nach rund 45 bis 60 Minuten ist das Bordnetz vollständig im Ruhezustand. Wer früher misst, erhält einen verfälschten Wert. Liegt der Ruhestrom im Sollbereich und die Batterie ist dennoch leer, sitzt die Ursache in der Batterie – Kapazitätsverlust und reiner Kurzstreckenbetrieb wirken unabhängig vom Ruhestrom. Wir messen beides und grenzen den verursachenden Stromkreis anschließend über die Sicherungskreise ein. Schildern Sie uns den Fall über die Warteliste unter /kontakt/#anfrage.
- Ja, das ist eine häufige und leicht übersehene Ursache. Der OBD-Anschluss führt Dauerplus, also Strom auch bei abgestelltem und abgeschlossenem Fahrzeug. Gut konstruierte Geräte gehen nach kurzer Zeit in einen Tiefschlaf. Viele einfache Modelle tun das nicht: Sie kommunizieren permanent und halten den Bus wach, sodass die Steuergeräte nicht einschlafen. Die Folge: Der Ruhestrom steigt von normalen 20 bis 50 Milliampere auf ein Vielfaches. Bei Start-Stopp-Fahrzeugen mit AGM- oder EFB-Batterie wiegt das besonders schwer, weil diese Bauarten eine Tiefentladung schlecht verzeihen. Ziehen Sie das Gerät zunächst ab und beobachten Sie, ob sich das Verhalten ändert. Bleiben Auffälligkeiten bestehen, messen wir den Ruhestrom mit der Strommesszange am Batteriepol und lesen zusätzlich alle Steuergeräte aus.
- In den meisten Fällen nicht. Der CAN-Bus ist eine geteilte Leitung, an der alle Steuergeräte parallel hängen. Zieht ein Kurzschluss oder ein einzelnes gestörtes Modul eine der beiden Busleitungen auf einen unzulässigen Pegel, kann kein Teilnehmer mehr senden – und jeder meldet den Ausfall der anderen. Was wie ein kapitaler Defekt aussieht, entpuppt sich in der Diagnose oft als ein einziger Fehler im Bussystem. Wir arbeiten deshalb vom Symptom zurück zur Quelle: Abschlusswiderstand messen, Ruhepegel prüfen, danach den Signalverlauf am Oszilloskop bewerten und die Bus-Zweige einzeln trennen, bis der Störer feststeht. Sie erhalten ein schriftliches Messprotokoll mit dem Befund, welches Modul oder welcher Leitungsabschnitt tatsächlich betroffen ist – statt einer Liste von Folgefehlern.
- Das ist ein typisches Muster für Feuchtigkeit im Steuergerät oder in einer Steckverbindung. Nicht das Wasser selbst ist das Problem, sondern die gelöste Salzfracht: Sie wirkt als Elektrolyt und bildet zwischen eng benachbarten Pins oder Leiterbahnen eine leitfähige Brücke, über die ein Kriechstrom fließt. Der Widerstand der Salzbrücke sinkt mit steigender Feuchte und steigt, sobald der Film abtrocknet. Genau deshalb kommt und geht der Fehler mit Regen und Wagenwäsche. Wir nutzen dieses Verhalten diagnostisch und befeuchten den verdächtigen Bereich kontrolliert, während wir die betroffenen Live-Werte beobachten. Gefährdete Einbauorte sind Beifahrer-Fußraum, Wasserkasten unter der Windschutzscheibe, Kofferraumboden und Türmodule. Die Eintrittsstelle liegt fast nie dort, wo sich das Wasser sammelt – ohne ihre Beseitigung kehrt der Schaden zurück.
- Das deutet auf eine Steckverbindung hin, nicht auf das gemeldete Bauteil. Vibrationen bewegen die ineinandergesteckten Kontaktpartner mikroskopisch gegeneinander. Dabei reibt sich die schützende Beschichtung ab, an den freigelegten Stellen bildet sich Oxid, und der Übergangswiderstand steigt. Diese Reibkorrosion trifft auch Stecker, die nie sichtbar nass geworden sind. Ein Durchgangstest im stromlosen Zustand zeigt davon nichts – aussagekräftig ist der Spannungsabfall über der Verbindung unter Last. Zusätzlich provozieren wir den Fehler gezielt: Während das Oszilloskop das Signal mitschreibt, bewegen wir Stecker und Kabelbaum von Hand. Springt das Signal, ist die Störstelle auf Stecker und Pin eingegrenzt. Instand gesetzt wird der betroffene Kontakt durch Aus-Pinnen und Neuvercrimpen – der Kabelbaum bleibt erhalten.
- Dieses Muster ist selbst ein Befund und spricht für die Steckverbindung. Wird der Stecker einmal gelöst und wieder aufgesetzt, scheuern sich die Kontakte frei – der Fehler ist kurzzeitig weg und kehrt nach Wochen zurück, weil die Korrosion an derselben Stelle erneut aufbaut. Ein Durchgangspiepser zeigt nur, ob überhaupt eine Verbindung besteht, nicht wie gut sie ist. Wir messen deshalb den Kontaktwiderstand unter realer Last, beurteilen die Kontakte unter Vergrößerung und prüfen die Federkraft der Buchse mit einem geeichten Prüfpin. Sitzt die Ursache am Stecker, bleibt Ihr Steuergerät samt Codierung und Adaptionswerten erhalten. Bringen Sie bitte die vollständige Fehlerliste und eine Aufstellung der bereits getauschten Teile mit, das verkürzt die Eingrenzung erheblich.
- Wenn ein Fehlerbild wandert und mehrere Systeme zugleich betrifft, gehört der gemeinsame Massepunkt zu den ersten Verdächtigen. Die Karosserie ist die Rückleitung des gesamten Bordnetzes; korrodiert eine Anbindung, steigt der Übergangswiderstand, und die nutzbare Spannung an den angeschlossenen Bauteilen sinkt. Eine reine Durchgangsprüfung übersieht das, weil der Fehler erst unter realem Stromfluss auftritt. Wir messen deshalb den Spannungsabfall unter Last: eine Messspitze am Bauteilgehäuse, die andere am Minuspol der Batterie. Als Orientierung gilt: An einer einwandfreien Masseverbindung sollte der Abfall typischerweise unter etwa 0,1 Volt liegen. Die Sanierung erfolgt blank kontaktiert, mit definiertem Drehmoment verschraubt, mit Kontrollmessung und dauerhaftem Kontaktschutz. Die Messwerte vor und nach der Arbeit erhalten Sie schriftlich.
- Nicht zwangsläufig. Steuergeräte starten neu, wenn die Versorgungsspannung kurzzeitig unter ihre Mindestschwelle fällt – und die Ursache kann an einer Stelle liegen, die mit dem meldenden Modul nichts zu tun hat. Ein Multimeter zeigt einen Mittelwert und übersieht kurze Einbrüche im Millisekundenbereich. Genau diese dynamischen Spannungseinbrüche lösen jedoch Resets und sporadische Fehler aus. Wir zeichnen den Spannungsverlauf deshalb mit dem Oszilloskop auf, während wir Verbraucher gezielt zuschalten, und messen den Spannungsabfall entlang Plus- und Massepfad unter Last. Häufige Fundstellen sind Übergangswiderstände an Klemmen, gealterten Sicherungsträgern und Massebändern. Erst wenn Versorgung, Masse und Leitung sauber sind, ist das Steuergerät selbst ein begründeter Befund und nicht der letzte Verdacht.
- Nein. Das Einbauen einer stärkeren Sicherung ist gefährlich – es schützt dann den Kabelbaum nicht mehr vor Überhitzung. Die Sicherung ist kein Defekt, sondern ein Symptom, und ihr Verhalten grenzt die Ursache bereits ein: Löst sie sofort beim Einsetzen aus, liegt ein harter Kurzschluss zwischen Plus und Masse vor. Löst sie erst nach einigen Minuten aus, deutet das auf einen Übergangswiderstand mit thermischer Überlast hin, etwa durch korrodierte Kontakte im Sicherungshalter. Wir trennen zuerst den Verbraucher, um Zuleitung und Gerät auseinanderzuhalten, und sichern den betroffenen Kreis für die Kurzschlusssuche mit einem Strombegrenzer statt mit einer weiteren Sicherung ab. So lässt sich der Leitungsweg abschnittsweise prüfen, ohne weiteren Schaden anzurichten.
- Das kann täuschen. Viele moderne Druck-, Positions- und Pedalwertgeber übertragen ihren Messwert nicht mehr als analoge Spannung, sondern digital über das SENT-Protokoll. Der Wert steckt dort in den zeitlichen Abständen zwischen den fallenden Flanken, nicht in der Höhe der Spannung. Ein SENT-Sensor, der einen völlig falschen Wert sendet, und ein SENT-Sensor, der korrekt arbeitet, können am Multimeter identisch aussehen. Wir messen solche Signale deshalb mit dem Oszilloskop und beurteilen Synchronisationspuls, Nibble-Folge, Prüfsumme sowie Pegelhub und Flankenform. Davor stehen Versorgung und Masse des Sensors auf dem Prüfplan, denn ein Spannungsabfall auf der Masseleitung verschiebt die Bezugsebene. In der Praxis liegt die Ursache häufig am Steckkontakt oder an der Leitung, nicht am Sensor.
- Trennen Sie zuerst die Fahrzeugbatterie und warten Sie zwei Minuten, damit sich die Kondensatoren im Steuergerät entladen. Erst danach die Stecker lösen und das Modul ausbauen – wird ein Steuergerät unter Spannung abgesteckt, können empfindliche Eingangsstufen Schaden nehmen. Für den Versand gilt: In drei Lagen: Antistatikbeutel um das Gerät, darüber Luftpolsterfolie, dann ein stabiler Karton – kein Briefumschlag. Noppenfolie allein ersetzt keinen leitfähigen Beutel, denn eine elektrostatische Entladung kann ein intaktes Gerät auf dem Transportweg zerstören. Versenden Sie versichert und mit Sendungsverfolgung; maßgeblich für die Versicherungssumme ist der Neuwert eines vergleichbaren Steuergeräts, nicht der Fahrzeugwert. Fragen Sie vor dem Versand kurz an, damit wir klären, ob Ihr Modul für den Einsende-Service geeignet ist.
So läuft der bundesweite Einsende-Service ab
Sie müssen nicht zu uns fahren. Beim Einsende-Service schicken Sie nur das ausgebaute Steuergerät ein – wir prüfen, setzen instand und senden zurück. Jeder Schritt ist klar geregelt.
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Fall schildern
Über das Formular: Fahrzeug, Steuergerätetyp und Fehlerbild senden. Sie erhalten die Versandadresse und eine erste Einschätzung zur Reparierbarkeit.
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Modul ausbauen & senden
Steuergerät ausbauen (oder ausbauen lassen) und gut gepolstert in einem stabilen Karton verpacken. Antistatik-Beutel oder Luftpolsterfolie schützen die Platine. Als versichertes Paket an unseren Meisterbetrieb senden.
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Befund & Festpreis
Nach Eingang prüfen wir das Gerät, ermitteln den Defekt und melden uns mit einem verbindlichen Festpreis. Sie entscheiden auf gesicherter Grundlage – ohne Kostenrisiko über die vereinbarte Diagnose hinaus.
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Instandsetzung & Test
Nach Ihrer Freigabe setzen wir die Ursache auf Bauteilebene instand und prüfen die Funktion am Prüfstand. Wo nötig, codieren wir mit dem Herstellersystem.
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Rückversand mit Bericht
Versicherter Rückversand, in der Regel 2 bis 4 Werktage nach Eingang. Sie erhalten einen schriftlichen Befundbericht zum durchgeführten Umfang.
Worauf Sie beim Versand achten sollten
Steuergeräte sind empfindlich gegen mechanische Stöße und elektrostatische Entladung. Verpacken Sie das Modul daher in einem antistatischen Beutel oder zumindest fest in Luftpolsterfolie und legen Sie ringsum Polstermaterial ein, sodass nichts im Karton verrutscht. Original-Stecker bitte nicht abschneiden – sie werden für die Prüfung am Prüfstand benötigt. Legen Sie einen Zettel mit Fahrzeug, Steuergerätetyp, Fehlerbild und Ihren Kontaktdaten bei. Wählen Sie einen versicherten Versand; den Rückversand wickeln wir ebenfalls versichert ab.
Das Prinzip hinter der Diagnosepauschale
Eine seriöse Festpreis-Zahl lässt sich erst nach der Prüfung nennen – denn ob eine einzelne Lötstelle oder ein aufwendiger Bauteiltausch nötig ist, zeigt sich erst am Gerät. Deshalb arbeiten wir mit einer transparenten Diagnosepauschale: Sie deckt die fundierte Fehlerermittlung ab, und Sie wissen vorab, woran Sie sind. Beauftragen Sie anschließend die Instandsetzung, rechnen wir die Diagnosepauschale an. Stellt sich heraus, dass ein Gerät irreparabel ist, zahlen Sie ausschließlich diese Diagnose – niemals eine erfolglose Reparatur. So tragen wir das Risiko der Beurteilung, nicht Sie. Konkrete Beträge nennen wir im Einzelfall, weil sie vom Modul und Aufwand abhängen.
Marken, Module und Ablauf im Überblick
Welche Marken und Systeme?
Elektronik-Instandsetzung führen wir markenübergreifend durch. Auf Herstellerniveau diagnostizieren wir Mercedes mit XENTRY, VW/Audi/Skoda/Seat mit ODIS und BMW/Mini mit ISTA – das deckt alle Steuergeräte über alle Bussysteme ab. Für übrige Marken arbeiten wir mit professioneller OBD- und Bauteil-Diagnostik.
Welche Module setzen wir instand?
Typisch sind Kombiinstrumente, Komfort- und Karosserie-Steuergeräte, Klimabedienteile, Tür- und Fußraummodule sowie Endstufen und Bedieneinheiten. Die häufigsten Ursachen: kalte Lötstellen, ausgetrocknete Kondensatoren, durchgebrannte Treiber-ICs und korrodierte Kontakte nach Wassereinbruch.
Vor Ort oder bundesweit?
Beides. Fahrzeuge aus der Region Südniedersachsen betreuen wir direkt in unserem Meisterbetrieb in Hardegsen – inklusive Aus- und Einbau sowie Codierung am Fahrzeug. Bundesweit nutzen Sie den Einsende-Service: Sie schicken nur das Steuergerät ein, wir setzen es instand und senden es zurück.
Wie steht es um die Garantie?
Auf jede durchgeführte Instandsetzung gewähren wir die gesetzliche Gewährleistung auf unsere Arbeit. Sie erhalten einen schriftlichen Befundbericht über den durchgeführten Umfang. Lässt sich ein Gerät nicht instand setzen, zahlen Sie ausschließlich die vorab vereinbarte Diagnose – niemals eine erfolglose Reparatur.
Ihr Modul defekt? Wir sagen Ihnen, ob es reparierbar ist.
Schildern Sie uns Fahrzeug, Steuergerätetyp und Fehlerbild – Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung zur Instandsetzung, meist innerhalb eines Werktages. Bundesweiter Einsende-Service.